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Ostsee: Schonzeiten & Mindestmaße Meerforelle / Lachs (Stand 02/2010)

 

Mecklenburg-Vorpommern

 
Mindestmaße für Binnen- und Küstengewässer

Meerforelle 45 Zentimeter Lachs 60 Zentimeter


Schonzeiten für Küstengewässer !


Meerforelle 15.09 – 14.12 Lachs 15.09 – 14.12 


                                                                                Schonzeiten für Binnengewässer !


                                                                                Meerforelle 01.09 – 31.03Lachs 01.09 – 31.03 


Je Angeltag dürfen maximal drei Salmoniden entnommen werden.

 

Meerforelle , Lachs , Dorsch

Meerforelle                                                    Lachs                                               Dorsch

Salmo trutta trutta                                        Salmo salar                               Gadidae   

Merkmale: lm Bereich der Seitenlinie zahlreiche schwarze Flecken, die nicht selten auch die Rückenflosse und die Fettflosse zieren. Im Süßwasser ähnelt das Erscheinungsbild mit zunehmender Aufenthaltsdauer dem d Im Vergleich zum Lachs wirkt der Körperbau der sehr ähnlichen Meerforelle gedrungener, der Schwanzstiel ist deutlich kräftiger, der Hinterrand der Schwanzflosse ist fast gerade. Die Maulspalte reicht über den Hinterrand des Auges hinaus. Während des Meeresaufenthaltes entspricht die Grundfärbung der des Lachses. Im Unterschied zu diesem besitzt die Meerforelle aber auch im hinteren Teil des Körpers und unterhaer Bachforelle. Die Meerforelle besitzt jedoch an Stelle der leuchtend roten Tupfen rostfarbene Flecken, deren helle Umrandung weniger deutlich hervortritt oder ganz fehlt. Schuppen: Zwischen Fettflosse und Seitenlinie befinden sich - inklusive der Seitenlinienschuppen- meistens 16 Schuppenreihen (14 bis maximal 19). 
Lebensräume: An den Atlantikküsten Europas vom Nordmeer bis nach Portugal. Sie bewohnt die Gewässer um Großbritannien, im Südosten Islands, in Nord- und Ostsee und von Skandinavien bis zum Weißen Meer, vorzugsweise in der Nähe von Flussmündungen. Starke Besatzmassnahmen, eine sauberere See, Ausbau der Kläranlagen, weniger Dünger und die Erschaffung naturnaher Laichplätze in Flüssen haben dafür gesorgt, dass die Meerforellen wieder in grosser Zahl durchs Meer streifen. In der Ostsee von Dänemark bis hin nach Rügen sehr gute Chanchen durch umfangreiche Besätze (vor allem in Dänemark!).
Lebensweise: Die Meerforelle, die als Stammform der Art Salmo trutta gilt, ist ein anadromer Wanderfisch des Nordatlantiks, einschließlich der Nord- und Ostsee.Ihr Lebenszyklus ähnelt dem des Lachses. Im Meer lebt die Meerforelle überwiegend küstennah und ernährt sich von Fischen, Würmern und Krebstieren. Im Gegensatz zum Lachs steigt sie seltener bis in die Oberläufe der Ströme auf, sondern nimmt bereits im Bereich der Unter- und Mittelläufe geeignete Nebengewässer zum Laichen an. 
Nahrung: Die Meerforelle ernährt sich hauptsächlich von Fischen (wie Heringen, Sprotten, Sanspierlingen oder Grundeln), Würmern, kleinen Krebsen und Garnelen. Die Meerforelle bevorzugt die Küstenregionen und kommt in den Abendstunden sehr dicht ans Ufer. Die erste Rinne, die meist zwischen 20 und 30 Metern weiter draussen verläuft, ist dann ihr Jagdrevier. Bis zum späten Vormittag erbeutet sie hier Tobiasfische (Sandaale), Heringe, Sprotten, Stichlinge und kleine Krebse. Aber auch Insekten werden gern genommen.
Größe: Die Durchschnittsgrößen liegen bei 40 bis 60 cm, Längen bis 130 cm und Gewichte über 15 kg sind bei günstigen Lebensbedingungen möglich
Alter: bis 15 Jahre
Laichzeit: Das Laichverhalten unterscheidet sich kaum von dem des Lachses; allerdings besamt bei der Forelle jeweils nur ein Männchen den Laich des Weibchens. Im Gegensatz zum Großteil der Lachse gelangen die meisten Meerforellen nach der Laichzeit wieder wohlbehalten ins Meer zurück und wiederholen die Wanderung im darauffolgenden Jahr, um sich erneut fortzupflanzen. Die Vermehrung erfolgt im Winter (November-Dezember) auf kiesigem Untergrund in der Barben- und Äschenregion der Laichflüsse.. Die Eier (ca.1.500/kg Körpergewicht) werden - wie beim Lachs - in Laichgruben abgelegt. Im Gegensatz zu diesem laichen die meisten Meerforellen mehrmals in ihrem Leben ab. Die Jungfische bleiben 2-5 Jahre im Süßwasser und wandern dann ins Meer ab. Hier erbeuten sie Insektenlarven, im und dicht über dem Wasser lebende Insekten, kleine Krebse und mit zunehmendem Alter auch Fische. In deutschen Flüssen erfolgt der Aufstieg in zwei Hauptzügen, Ende Juni/Anfang Juli sowie im Oktober/November. Wie der Lachs verfügt auch die Meerforelle über einen ausgeprägten Heimatinstinkt, der sie zum Laichen in den Bach ihrer Jugend zurückführt. Hinsichtlich der eigentlichen Fortpflanzung und der Lebensweise der Jungfische bis zum Parrstadium unterscheidet sich die Meerforelle nicht von der Bachforelle. Im norddeutschen Raum wandern die jungen Meerforellen zumeist nach einjährigem Süßwasseraufenthalt bei einer Länge von 12 - 18 cm in die Küstengewässer ab. Hierbei können sie Strecken bis zu 40 km/Tag zurücklegen. 

Merkmale: Lang gestreckter kräftiger und torpedoförmiger Körper, graugrüne bis bräunliche Färbung auf dem Rücken, Seite des Fisches silbern und oft überzogen von einem rötlichen Farbton. Der relativ kleine, spitzschnauzige Kopf weist eine weite, bis unter die Augen reichende, Mundspalte auf. Das Maul hat viele scharfe Zähne. Der Lachs hat einen schlanken Schwanzstiel und eine breite Schwanzflosse.Färbung: Die Färbung der Lachse hängt vom Alter der Tiere ab. Der Körper der Jungfische (bis ca. 15 cm) zeigt große dunkle Flecken und rote Punkte auf den Flanken. Ältere Individuen (über 2 Jahre) mit einer Länge von 75 cm nennt man Blanklachse. Sie haben einen graugrünen Rücken, einen weißen Bauch und runde schwarze Tupfen am Kopf und an den silberfarbenen Flanken. Zur Laichzeit haben Lachse rote und schwarze Flecken. Die Männchen zeigen in dieser Zeit eine rote Bauchseite auf.Schuppen: Entlang der Seitenlinie befinden sich 120-130 kleine Schuppen, zwischen Fettflosse und Seitenlinie 11-15 (meist 12-14). 
Lebensräume: Der atlantische Lachs ist die einzige Lachsart im Nordatlantik (südlich bis zu den britischen Inseln) und den angrenzenden Meeren, wie der Nord- und Ostsee. Der Lachs kommt ebenso in den Zuflüssen vor. Zum Laichen ziehen Lachsschwärme weit die Flüsse Europas und Nordamerikas hinauf und erreichen dabei sogar teilweise die Gebirgsströme.Früher war er bei uns in Europa ein sehr häufiger und allseits bekannter Fisch. Industrieansiedlungen entlang der europäischen Flüsse verschmutzten das Wasser, wasserbauliche Maßnahmen verhinderten den Aufstieg zu den Laichgebieten. Heute gibt es in unseren großen Flüssen praktisch keine Lachse mehr; in England wurde der letzte Lachs vor 150 Jahren in der Themse gefangen.
Lebensweise: Der Lachs ist ein Wanderfisch, der zur Laichzeit immer wieder in seinen Geburtsfluss zieht und dabei umfangreiche Hindernisse überwinden muss. Nach 1-5 Jahren wandern die Jungfische ins Meer. Dort ernähren sie sich zuerst von Kleinkrebsen, Insekten und Würmern, später dann räuberisch von Fischen.Der Lachs - als die größte einheimische Salmonidenart - ist ein anadromer Wanderfisch, der seine Wachstumsperiode im Meer verbringt, zur Vermehrung dann aber ins Süßwasser zieht. Lachse fressen nicht im Süsswasser.
Nahrung: Der Lachs streift sie als Raubfisch umher und ernährt sich von Kleinfischen (wie Heringe und Sprotten), Krebstieren und Garnelen. Er erreicht eine Gewichtszunahme bis zu 4 kg/Jahr.
Größe: Die Durchschnittsgrößen liegen bei 80 cm, Durchschnittsgewicht bei 5 Kg, Längen bis 150 cm (Milchner) und Gewichte von 40 kg sind bei günstigen Lebensbedingungen möglich.
Alter: bis max. 10 Jahre, durchschnittlich 4 bis 6 Jahre
Laichzeit: Zum Laichen (Oktober-Januar) wandern die Lachse zielstrebig im Alter von fünf bis sieben Jahren in ihre Ursprungsgewässer zurück. Die verschiedenen Aufstiegszeiten ("Sommer- und Winterlachse") sind abhängig von Alter, Größe und Geschlecht der Fische. Auf diesem Weg können sie bis zu zwei Meter hohe Hindernisse, wie Stromschnellen oder Wasserfälle, überspringen. Sie orientieren sich anhand des Geruchssinnes und suchen zum Ablaichen die Gewässeroberläufe auf, aus denen sie selbst stammen. Während der Wintermonate mit strengem Frost verweilen sie an günstigen Stellen, im Frühjahr ziehen sie dann weiter flussaufwärts. Während der Laichwanderung nimmt der Lachs keine Nahrung mehr auf, die Fettreserven werden allmählich aufgebraucht. Die Farbe verändert sich von grünlichgrau am Rücken, silbrigen Seiten und weißlichem Bauch (»Blanklachse«) in das Hochzeitskleid, das besonders beim Männchen sehr farbenfroh ist: Der Rücken wird dunkelblaugrün, zu den Seiten hin bläulich aufhellend, die Bauchpartie leuchtet orangerot mit dottergelben Randpartien. Der Körper ist mit schwarzen Tupfen übersät, am Kopf fallen dunkelrote Flecken auf. Stärkere Formveränderungen gehen am Kopf des Männchens vor sich: Die Zähne werden durch stärkere, allerdings beißunfähige ersetzt. Die Spitze des Unterkiefers biegt sich nach oben (so genannter Laichhaken). Im Oberlauf der Gewässer (Forellen- und Äschenregion), in sauerstoffreichen Bächen und kleinen Flüssen mit einem guten Angebot an durchströmten Kiesarealen, hebt das Weibchen durch kräftige Schwanzschläge auf geeigneten Kiesbänken eine 15 bis 30 cm tiefe Laichgrube von 1,50 m Durchmesser aus. In unmittelbarer Nähe halten sich mehrere Männchen auf, die heftig gegeneinander kämpfen. Sobald das Weibchen mit der Grube fertig ist, schwimmt ein wartendes Männchen heran und gemeinsam werden Milch und Eier in die Laichgrube gegeben. Diese Lachshochzeit dehnt sich bis zu 10 Tagen aus. Die 5-7 mm großen Eier (2.000 Stück/kg Körpergewicht) werden  wieder mit Kies bedeckt. Da die Wanderung und der Laichakt für die Tiere sehr anstrengend ist und sie zudem auf dem Weg keine Nahrung aufnehmen, stirbt ein Großteil des Schwarms an Erschöpfung oder dadurch begünstigten Krankheiten, bevor er das offene Meer wieder erreicht. Die wenigen Überlebenden lassen sich flussabwärts zum Meer treiben, wo sie wieder die Blanklachs-Form annehmen und sich schnell erholen. Das Salzwasser hilft bei der Bekämpfung der Krankheitserreger. In ein oder zwei Jahren unternehmen sie die nächste Laichwanderung. Nur einer von tausend Lachsen laicht bis zu dreimal.Je nach Wassertemperatur dauert es 30 bis 150 Tage bis zum Schlupf. Die jungen Lachse (Parrs) verbringen meist ein bis zwei Jahre im Süßwasser, sie bevorzugen die rasch strömenden, kühlen und sauerstoffreichen Gewässerabschnitte, und ernähren sich hier von Kleinkrebsen und Insekten. Als so genannte Smolts ( ca. 20 cm lang) machen sie sich dann wieder auf den Weg zum Meer. Hier bleiben sie bis zu vier Jahre, bis sie die Laichwanderung zurück in die Flüsse antreten. Entsprechend ihrer Fresslust wachsen sie außerordentlich schnell heran, und nach drei Jahren haben sie bei Längen zwischen 90 und 100 cm bereits ein Gewicht von 9–13 kg erreicht.

Merkmale: Kabeljau und Dorsch sind unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe Fischart aus der Familie der Dorschartigen. Dorsch wird der Fisch vor seiner Geschlechtsreife genannt, der adulte Fisch heißt Kabeljau. Lediglich in der Ostsee wird auch der ältere Fisch Dorsch genannt.Der Dorsch besitzt drei Rückenflossen und zwei Afterflossen. Sein Rücken ist graugrün bis graubraun, der Bauch silberweiß. Der Körper des Dorsches ist von dunklen Flecken überzogen, insgesamt gibt das ihm ein marmoriertes Aussehen. Die Grundfarbe der verschiedenen Dorscharten kann je nach Lebensraum stark variieren. So findet man in Seegrasregionen graugrüne bis olivgrüne Exemplare (Seegrasdorsche), in Algengebieten rötliche bis goldbraune (Rotdorsche) und in sandigen Zonen graue und sandfarbene Fische (Sanddorsche). Der Dorsch hat ein großes Maul mit vielen kleinen Zähnen und einen Bartfaden an der Unterlippe. Er ist anpassungsfähig, schnellwüchsig und sehr fruchtbar (bis zu 9 Millionen Eier).In Norwegen wird zwischen dem großen Wanderdorsch, dem Skrei und dem Küstendorsch, dem Torsk unterschieden. Der Skrei wird bis zu 100 Pfund schwer, während der Torsk bis 80 Pfund erreicht. Das Durchschnittsgewicht ist aber erheblich geringer und liegt oft bei relativ bescheidenen drei bis sechs Pfund. Zehn bis zwanzig Pfund grosse Fische werden aber auch in Deutschland regelmäßig gefangen, der Rekord liegt in Deutschland bei 56 Pfund und 200 Gramm.Lebensräume: Er lebt im Nordatlantik und seinen Nebenmeeren wie der Nord- und Ostsee, von Amerika bis Island, europäische Westküste, Nord- und Ostsee (hier mehrere lokale Rassen), selten in der östlichen Ostsee (da zu geringer Salzgehalt)Lebensweise: Der Kabeljau (in Norwegen heißt er Torsk, daher Dorsch) ist einer der bekanntesten Meeresfische. Er ist besonders im Nordatlantik in verschiedenen Stämmen verbreitet. Die zwei Hauptbestände sind die wandernde ozeanische und die stationäre Küstenrasse. Der Küstendorsch ist ein typischer Grundfisch, weil er dort nach Nahrung sucht. Die ziehende Rasse lebt pelagisch und unternimmt weite Wanderungen im Meer. Der Dorsch bevorzugt kühleres Wasser. Tagsüber ist er meist in größeren Tiefen zu finden, abends kommt er zur Nahrungssuche auch in flacheres Wasser.
Nahrung: Muscheln, Würmer, Krebse, Fische
Größe: Die Durchschnittsgrößen liegen bei 60 cm bis 80cm, mittlere Gewicht um die 2 kg, Längen bis 180 cm und Gewichte bis zu 55 kg sind möglich (arktischer Dorsch - von Berufsfischern gefangen), in unseren Breiten liegt der derzeitige "Rekord" von einem geangelten Dorsch bei knapp 29 kg. Der Angelrekord in Norwegen liegt bei 40,5 kg.
Alter: Der Dorsch wird bis zu 15 Jahren alt.
Laichzeit: Februar/März, der Dorsch kommt zum Laichen in Küstennähe. Ausgewachsene Rogner können bis zu 9.000.000 Eier haben, die einen Durchmesser von bis zu 1,5 mm haben. Durch eingelagerte Öltropfen schweben diese bis zum schlüpfen der Brut (2 bis 4 Wochen) frei im Wasser. Das gezielte Angeln auf Laichdorsche wegen der zu erwartenden ‚Dickdorsche’ ist verachtenswert und wird leider von verantwortungslosen Kuttereignern und Anglern gern betrieben.